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Unternehmer für Deutschland
Unser Land braucht Menschen mit Kreativität, Visionen und Fähigkeiten, diese in Form von neuen Produkten, Prozessen und Dienstleistungen am Markt umzusetzen.
Die deutsche Wirtschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten einen starken Strukturwandel bewältigt. Seit einigen Jahren verändern neue Technologien, insbesondere im Bereich der Information und Telekommunikation, zusätzlich das Bild. Klassische Industriekonzerne werden zu Dienstleistern und zu Anbietern von Informationsdienstleistungen. Auch das mittelständische Handwerk oder die freien Berufe werden durch diese Entwicklungen erfaßt. Für sie bieten die neuen Technologien zum Teil neue Chancen, auf den Weltmärkten Fuß zu fassen.

Unternehmensführung
Nach dem eigentlichen Unternehmensstart müssen Unternehmerinnen und Unternehmer ihren betrieblichen Alltag meistern. Wie erobern Sie zum Beispiel "Ihren" Markt? Wie gestalten Sie Ihr Marketing? Welche Finanzierungsmöglichkeiten bleiben Ihnen nach der Gründung? Was ist eigentlich "Controlling"? Was müssen Sie bei der Sie bei der Personalplanung bedenken? Wie steht es um Steuern, Rechtsfragen und Verträge? Und was tun, wenn es einmal kriselt?

Markteintritt
Als Unternehmerin bzw. Unternehmer stellen Sie entweder Produkte her oder bieten Dienstleistungen an. Damit allein ist es aber nicht getan. Es reicht nicht aus (wie man immer wieder beobachten kann), dass ein junges Unternehmen ?einen Laden eröffnet" und darauf wartet, dass Kundschaft vorbei kommt oder Aufträge eingehen. Sie müssen Ihre Produkte und Leistungen auch verkaufen. Dafür müssen und können Sie etwas tun.
Weg in den Markt
Um mit Ihrem Angebot am Markt Erfolg zu haben, sollten Sie sich mit folgenden Themen beschäftigen:
Markt analysieren Kunden gewinnen Ausschreibungen auswerten Auslandsmärkte/Export nutzen

Marketing
Im Fachbegriff "Marketing" steckt das Wort "Markt". "Marketing" umfasst alles, was den Absatz Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung auf dem Markt fördert. Um Marketing zu betreiben, brauchen Sie nicht unbedingt wissenschaftliche Methoden zu kennen. Vieles geschieht mit Hilfe genauer Beobachtung und indem Sie sich in Ihre zukünftigen Kunden hineinversetzen. Der Leitgedanke des Marketings lautet: Der Kunde ist König!
Marketing-Faktoren
Um den Absatz Ihres Produkt oder Ihrer Dienstleistung zu fördern, stehen Ihnen die Planungs-Instrumente des Marketings zur Verfügung. Sie setzen an den Faktoren an, die für den Absatz maßgeblich verantwortlich sind.
Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung Ihre Kunden Ihre Konkurrenz Ihr Preis Ihr Vertrieb Ihre Kommunikation/Werbung
Zentrale Fragen
Aus den richtigen Zusammenspiel dieser Faktoren entsteht Ihr persönlicher Marketingplan. Er hängt - kurz gesagt - davon ab, wie Ihre Antworten auf einige zentrale Fragen ausfallen:
Wie genau soll Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung aussehen? Was wollen Ihre (potenziellen) Kunden? Was bietet Ihre Konkurrenz? Welches ist der angemessene Preis für Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung? Welches ist der passende Vertrieb für Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung? Welche ist die passende Kommunikation/Werbung für Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung?
Wettbewerbsvorteile schaffen
Ziel Ihres Marketingplans muss sein, sich Wettbewerbsvorteile gegenüber Ihren Konkurrenten zu verschaffen.

Finanzplanung
Mit der Gründungsfinanzierung ist das Thema "Geld" nicht erledigt. Im unternehmerischen Alltag wird es Sie immer begleiten: Sie müssen den Überblick über Ihre Finanzen behalten, dafür sorgen, dass Sie jederzeit zahlungsfähig sind oder Kredite beschaffen. Sie müssen auch wissen, ob Sie vielleicht - im Verhältnis zu Ihrem Umsatz - zu viel Geld ausgeben und darauf achten, dass Ihre Kunden ihre Rechnungen auch pünktlich bezahlen. Finanzen jederzeit im Griff
Damit Sie Ihre Finanzen jederzeit im Griff behalten, sollten Sie sich beschäftigen mit den Themen
Buchführung Liquiditätsplanung Controlling/Rating Kostenrechnung Forderungsmanagement Wachstumsförderung

Problemfelder
Viele junge Unternehmerinnen und Unternehmer müssen innerhalb der ersten Jahre ihre Firma wieder schließen. In den meisten Fällen ist die Zahlungsunfähigkeit allerdings vermeidbar, wenn die Unternehmer Probleme und ihre Ursachen rechtzeitig erkennen, sich darauf vorbereiten und beizeiten nach Hilfe und Unterstützung Ausschau halten. Laut einer Studie führen bei kleinen und mittleren Unternehmen vor allem folgende Probleme zur Insolvenz:
Managementfehler
Die Person des Gründers und Unternehmers ist der dominierende Faktor in einem Unternehmen. Sein Wissen und Können entscheiden über die Existenz eines Unternehmens. Er muss sich und seine Leistungen realistisch und kritisch einschätzen. Konjunkturelle Abwärtsbewegungen und Krisen im Unternehmen muss er rechtzeitig erkennen und dagegensteuern. Wächst das Unternehmen, sollte er seinen Betrieb entsprechend umstellen und führenden Mitarbeitern Eigenverantwortung übertragen.
Vernachlässigung des Rechnungswesens und des Controllings
Als "Meister ihres Fachs" haben so manche Jungunternehmer von kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Dingen nicht genug Ahnung. Daher werden Entscheidungen nicht selten "aus dem Bauch" heraus und nicht nach vorliegendem Zahlenmaterial zur Unternehmenssituation getroffen. Existenzgründer sollten immer die aktuellen Kennzahlen aus dem Rechnungswesen kennen, um drohende Schieflagen frühzeitig zu bemerken und schnell Abhilfe schaffen zu können.
Zu geringes Eigenkapital
Eine zu dünne Eigenkapitaldecke ist oft das Ergebnis einer falschen Unternehmenspolitik: Privatentnahmen des Unternehmers sind zu hoch, die Produktpalette ist nicht mehr wettbewerbsfähig, Verluste werden durch Eigenkapital ausgeglichen. Auch zu hohe Fixkosten und dadurch zu geringe Gewinne können zu einem Mangel an Eigenkapital führen.
Schleppende Zahlungsweise der Kunden
1999 sind nur 46 Prozent aller Rechnungen innerhalb von 30 Tagen bezahlt worden. Insbesondere kleine und mittlere Bauunternehmen und Handwerksbetriebe leiden unter der schlechten Zahlungsmoral ihrer Auftraggeber und sind aus diesem Grund nicht selten in ihrer Existenz bedroht. Um die missliche Lage vieler Unternehmen zu entschärfen, ist am 1. Mai 2000 das Gesetz zur Beschleunigung fälliger Zahlungen in Kraft getreten. Schuldner von Geldforderungen geraten nach diesem Gesetz grundsätzlich 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung in Verzug. Bisher war hierfür zunächst eine Mahnung des Schuldners erforderlich. Zudem ist durch das Gesetz der gesetzliche Verzugszins ist von 4 auf 7,68 Prozent heraufgesetzt worden.
Veraltete Produktpaletten
Wer ein bestehendes Unternehmen übernimmt und die Produkte und Dienstleistungen nicht auf neue Markttrends einstellt, begibt sich "auf dünnes Eis".
Fehler im Personalmanagement
Zu hohe Lohn- und Sozialkosten, häufige Fluktuation und vor allem die unzureichende Qualifikation der Mitarbeiter können nicht nur zu Kostensteigerungen, sondern auch zu Umsatzeinbußen führen.
Zu wenig Markterfahrung
Jungunternehmer fehlt es häufig an der Erfahrung für ein zielgruppenorientiertes Marketing. So werden Risiken in einer problematischen Kundenstruktur - beispielsweise die plötzliche Veränderung des Konsumentenverhaltens in trendabhängigen Branchen - falsch eingeschätzt.

 
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